Internationaler Milchmarkt: GDT-Index nach drei Anstiegen leicht gesunken

Höhere Preise für Butter erzielt - Minus bei Magermilchpulver.

Auckland, 21. Februar 2018 (aiz.info). - Nachdem der GDT-Index seit Jahresbeginn 2018 dreimal in Folge gestiegen war, verzeichnete er bei der gestrigen Auktion an der neuseeländischen Handelsplattform GlobalDairyTrade wieder einen geringfügigen Rückgang von 0,5%. In diesem Gesamtindex ist bekanntlich eine Bandbreite von verschiedenen Molkereiprodukten und Kontrakt-Zeiträumen zusammengefasst. Diesmal wurden höhere Preise bei Butter und Vollmilchpulver sowie sinkende Kurse bei wasserfreiem Milchfett und Magermilchpulver verzeichnet.
 

Konkret sank bei der gestrigen GDT-Auktion der Index für wasserfreies Milchfett (AMF) im Mittel um 1,9% auf durchschnittlich 6.458 USD/t, während jener für Butter um 1,1% auf 5.334 USD/t zulegen konnte. Bei Butter zeigt die Preiskurve - nach dem steilen Absturz im vergangenen Herbst - seit Jahresbeginn 2018 wieder nach oben. Buttermilchpulver wurde diesmal nicht angeboten. Bei Cheddar-Käse ergab sich ein Rückgang von 1,3% auf 3.686 USD/t, wogegen bei Labkasein ein kleines Plus von 0,7% auf 4.980 USD/t gemeldet wurde.

Unterschiedlich entwickelte sich diesmal der Pulverbereich: Bei Vollmilchpulver, dem Leitprodukt dieser Auktion, konnten die Kurse nochmals geringfügig zulegen, und zwar im Schnitt um 0,3% auf 3.246 USD/t, während Magermilchpulver schwächelte und einen Rückgang von 3% auf 1.832 USD/t aufwies.

In Summe wurden beim gestrigen GDT-Event Molkereiprodukte im Umfang von 20.256 t gehandelt und damit spürbar weniger als bei der vorhergehenden Auktion (22.197 t); die Zahl der teilnehmenden Bieter verringerte sich von 188 auf 152.
 

Weitere Entwicklung des Milchangebots maßgeblich

Dass der GDT-Index nach drei deutlichen Anstiegen seit Jahresbeginn 2018 jetzt marginal gesunken ist, beeindruckt die Analysten nur wenig. Die Kurse für Schlüsselprodukte wie Butter und Milchpulver hätten sich nach dem Absturz Ende 2017 jetzt wieder erholt, wird betont. Nunmehr werde bei manchen Käufern ein abwartendes Verhalten registriert. Dies hänge auch damit zusammen, dass in Neuseeland, dem weltweit größten Exporteur von Milchprodukten, die weitere Produktionsentwicklung aufgrund ungünstiger Witterungsverhältnisse noch nicht klar abzusehen sei. Der erneute Anstieg der Kurse für Vollmilchpulver wird in diesem Zusammenhang als positives Signal gewertet.

Etwas anders stellt sich die Situation bei Magermilchpulver dar. Hier sank der GDT-Index in der zweiten Jahreshälfte 2017 kontinuierlich von 2.218 auf 1.675 USD/t. Die ersten drei Auktionen im Jahr 2018 brachten dann wieder Zuwächse auf 1.932 USD/t, aber gestern gab der Index wieder um 3% nach. Analystin Amy Castleton vom neuseeländischen Marktbeobachter AgriHQ führt dies vor allem auf die hohen Lagerbestände in der EU und in den USA zurück. Die Notierungen für Magermilchpulver hätten daher derzeit wenig Luft nach oben, betont sie.