EU-Schlachtrindermarkt: Nachfrage nach Rindfleisch steigt

Österreich: Höhere Preise für ausgemästete Schlachtkühe, Kalbinnen und Kälber.

Wien, 21. August 2017 (aiz.info). - Am europäischen Schlachtrindermarkt ist eine steigende Nachfrage mit der zu Ende gehenden Urlaussaison in vielen Regionen Europas verbunden. Zusätzlich positiv beeinflusst wird der Rindfleischmarkt durch laufende Schlachtrinderexporte außerhalb der EU. Die Rindfleischpreise sind nochmals in allen Kategorien steigend, insbesondere in Deutschland.

In Österreich ist das Angebot bei Jungstieren und Ochsen stabil, die Preise sind unverändert. Mit der Rückkehr der Urlauber in den nächsten Wochen wird sich der Rindfleischmarkt in Österreich nochmals beleben. Bei weiblichen Schlachtrindern ist das Angebot in Österreich regional unterschiedlich, gut ausgemästete Schlachtkühe sind eher knapp, bei schwächeren Qualitäten (Verarbeitungskühe) ist das Angebot in den Bergregionen leicht steigend. Das Kalbinnenanagebot ist etwas rückläufig und trifft ebenfalls auf eine lebhaftere Nachfrage. Die Preise für ausgemästete Schlachtkühe und Kalbinnen sind höher, die Preise für Verarbeitungskühe sind stabil bis leicht abnehmend. Der Schlachtkälbermarkt ist unterversorgt, was sich hier in höheren Preisen äußert.

Die Österreichische Rinderbörse rechnet diese Woche bei der Vermarktung von Jungstieren der Handelsklasse R2/3 mit einem stabilen Basispreis von 3,56 Euro netto/kg Schlachtgewicht. Höhere Preise können für Kalbinnen (3,24 Euro), Kühe (2,63 Euro) und Schlachtkälber (5,85 Euro) erzielt werden. Bei den angegebenen Basispreisen handelt es sich um Bauernauszahlungspreise ohne Berücksichtigung von Qualitäts- und Mengenzuschlägen.